Coronavirus-Krise in Ketsch (Stand: 25.09.2021)

Gesamtzahl der Infektionsfälle seit Ausbruch: 614 Bürgerinnen und Bürger
Aktuelle Infektionsfälle: 17 --- Todesfälle: 7

Wetter in Ketsch vom 25.09.2021 bis 02.10.2021

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Veranstaltungskalender der Gemeinde

Hier finden Sie anstehende Veranstaltungen in der Gemeinde Ketsch:
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15.09.2021, 19.30 Uhr Online-Sitzung Lokale Agenda, Anmeldung unter Lokale-Agenda-Ketsch@web.de
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20.09.2021, 18.30 Uhr Gemeinderatssitzung

TOP Nachrichten

Aktuelles TOP-THEMA der Redaktion Der Enderle

Update Juli 2020: Bürgermeister Kappenstein von Bürger beleidigt und bedroht- Urteil vom Landgericht Mannheim

Der Ketscher Bürgermeister Jürgen Kappenstein wurde von einem Bürger bedroht. In einer E-Mail hatte ein Bürger mit Gewalt gedroht, Bürgermei...

Bundestagswahl 2021: So hat Ketsch gewählt


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Bundestagswahl 2021: Wahlaufruf von Bundestagspräsident Schäuble


Schlussspurt in den Impfzentren

Die beiden Impfzentren in Heidelberg (Patrick-Henry-Village) und Sinsheim, die das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis betreibt, bereiten sich auf den Schlussspurt in Sachen Corona-Impfung vor.

Sowohl das Impfzentrum Rhein-Neckar in Heidelberg (PHV) als auch das Kreisimpfzentrum in Sinsheim sind noch bis einschließlich Donnerstag, 30. September, täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Für Personen über 18 Jahren stehen die Impfstoffe Biontech, Moderna und Astrazeneca (jeweils Erst-/Zweitimpfung) sowie für die Drittimpfung mRNA-Impfstoffe zur Verfügung. Zudem wird auch das Vakzin von Johnson & Johnson verimpft – hier ist nur eine Impfung für den vollständigen Schutz nötig.

Personen unter 18 Jahren können nur mit einem mRNA-Impfstoff von Biontech oder Moderna geimpft werden. Jugendliche ab 16 Jahren, die selbst einwilligungsfähig sind, werden auch ohne Begleitung der Eltern geimpft, wenn eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern zur Impfung vorliegt. Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren ist eine Begleitung durch ein Elternteil notwendig. Seit dieser Woche sind die Auffrischimpfungen auch für Personen über 60Jahren freigegeben. Somit können sich nun alle Personen über 60 Jahren, deren Zweitimpfung sechs Monate oder länger zurückliegt, in den Impfzentren oder bei mobilen Impfaktionen die dritte Impfung geben lassen.

Die derzeitigen Infektionszahlen und besonders die steigende Zahl der in Kliniken aufgenommenen Coronapatienten zeigen, dass die Corona-Pandemie noch nicht überwunden ist. Ebenso macht die aktuelle Entwicklung deutlich: Ungeimpfte haben ein erhöhtes Risiko, einen schweren Krankheitsverlauf von Covid-19 durchmachen zu müssen, heißt es aus dem Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises. Nach Einschätzungen des Robert-Koch-Instituts schützt eine Impfung gegen das Coronavirus sehr gut vor einer schweren Erkrankung und somit auch gegen einen tödlichen Verlauf. Geimpfte Personen müssen trotz einer Infektion seltener im Krankenhaus behandelt werden.

Landrat Stefan Dallinger hofft auf viele Impfwillige

„Ich appelliere daher an alle, die sich noch nicht haben impfen lassen: Nutzen Sie bitte die letzten Tage, einfach und komfortabel Ihre Corona-Schutzimpfung zu erhalten, bevor die Impfzentren mit Ablauf des 30. September 2021 ihren Betrieb einstellen“, sagt Landrat Stefan Dallinger. Jede geimpfte Person trage dazu bei, dass sich nicht nur der eigene Schutz erhöht, sondern auch die Menschen geschützt werden, die sich nicht impfen lassen können. „Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto schneller können wir diese Pandemie eindämmen und wieder zur Normalität zurückkehren“, so Dallinger weiter.

Auch Christoph Schulze, Leiter der beiden Impfzentren des Rhein-Neckar-Kreises, hofft auf einen guten Schlussspurt. „Kommen Sie einfach während der Öffnungszeiten ohne Anmeldung vorbei. Lediglich den Personalausweis oder Reisepass müssen Sie dabeihaben. Wir freuen uns über alle, die noch die Chance zur Impfung nutzen. Auch diejenigen, für die bereits eine Berechtigung für eine dritte Impfung besteht, sind herzlich willkommen – hier bitte zusätzlich die Nachweise über die ersten beiden Impfungen mitbringen.“ Bislang fanden in den Impfzentren des Kreises (PHV, Sinsheim und Weinheim) 490.000 Impfungen statt (Stand: 23. September).

Polizei sucht Zeugen nach Verkehrsunfall

Ein 33-Jähriger VW-Fahrer fuhr am vergangenen Freitag gegen 07:20 Uhr auf der Karlsruher Straße. Im Kreuzungsbereich zur Seestraße kam es mit einem anderen, 23-Jährigen, VW-Fahrer, welcher auf der bevorrechtigten Seestraße fuhr, zum Zusammenstoß. Wie es genau zu der Kollision kommen konnte, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.

Hinweise zum genauen Unfallhergang nimmt das Polizeirevier Schwetzingen unter der Tel. 06202 288-0 entgegen.

Fahrradfahrer verletzt aufgefunden; Zeugen gesucht

Mit schwere Verletzungen wurde am Sonntagabend, kurz nach 20.30 Uhr, ein 39-jähriger Fahrradfahrer der Speyerer Straße aufgefunden.

Ob der alkoholisierte Mann selbst stürzte oder ob ein Auto eine Rolle spielte, ist Gegenstand der Ermittlungen. Bei seiner ersten Vernehmung äußerte er den Umstand, dass ein unbekannter Autofahrer ihn "geschnitten" hätte und er deshalb stürzte.

Während der rund einstündigen Unfallaufnahme war die Speyerer Straße gesperrt. Zeugen wenden sich bitte an die Unfallfluchtermittler der Verkehrspolizei Mannheim, Tel.: 0621/174-4222.

Mehrere Unfälle unter Alkohol verursacht; gestohlene Kennzeichen verwendet; keinen Führerschein

Am späten Freitagabend verursachte ein 29-jähriger VW-Fahrer innerorts in Ketsch mehrere Verkehrsunfälle und flüchtete daraufhin. Dank der Unterstützung mehrerer Zeugen konnte der Mann wenig später festgenommen und zum Revier gebracht werden.

Was war zuvor geschehen: Der Mann war gegen 23.30 Uhr in der Bahnhofstraße unterwegs und touchierte dabei zwei geparkte Fahrzeuge, die dadurch erheblich beschädigt wurden. Der Geschädigte eines dieser Fahrzeuge traf kurz darauf vor seinem Haus auf zwei Fahrradfahrer, die den Flüchtenden zunächst verfolgten und anschließend den Beamten auch den entscheidenden Hinweis lieferten, wo das Verursacherfahrzeug abgestellt wurde.

Die Streife stellte schließlich den beschädigten VW in einer Tiefgarage in der Gutenbergstraße fest. Der verantwortliche Fahrer, der bei der Einfahrt offenbar auch noch mit der Mauer kollidiert war, hatte sich zunächst in der Tiefgarage versteckt, wurde jedoch aufgespürt und festgenommen. Wie sich herausstellte, war der 24-Jährige mit über 2,4 Promille deutlich alkoholisiert und seit vier Jahren nicht mehr im Besitz einer Fahrerlaubnis.

Die an seinem Fahrzeug angebrachten Kennzeichen dürften zudem gestohlen sein. Überprüfungen hierzu dauern derzeit noch an. Nach der Blutprobe, die auch auf Drogenbeeinflussung untersucht wird, durfte der 24-Jährige die Dienststelle verlassen. Der Gesamtschaden wird auf weit über 10.000.- Euro geschätzt.

Bislang sind durch die Impfzentren fast 480.000 Impfungen erfolgt

Die beiden Impfzentren, die das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis betreibt, wollen bis zur Schließung am 30. September 2021 noch so viele Menschen wie möglich impfen – eventuell kann bis dahin sogar noch die Marke von einer halben Million Impfungen erreicht werden. Rund 252.000 Personen haben über die Impfzentren und die Mobilen Impfteams (MIT) mittlerweile ihre Erstimpfung erhalten sowie knapp 224.000 Personen ihre Zweitimpfung. Letztere gelten 14 Tage nach der zweiten Impfung als „durchgeimpft“ und mit einem guten Schutz gegen einen schwereren Covid-19-Infektionsverlauf ausgestattet. Rund 3000 Personen erhielten sogar bereits eine dritte Impfung (als „Auffrischung“).

Die insgesamt 479.609 verabreichten Impfdosen verteilen sich auf die Vakzine der Hersteller Biontech/Pfizer (311.561), Moderna (106.232), AstraZeneca (55.647) sowie Johnson&Johnson (6169) – letzterer ist der einzige Impfstoff, der nur einmal verimpft werden muss. (Stand aller Zahlen: Mittwoch, 8. September, abends). Das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis weist darauf hin, dass sowohl das Impfzentrum Rhein-Neckar in Heidelberg (PHV) als auch das Kreisimpfzentrum in Sinsheim noch bis zum 30. September täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet sind. Dort können sich Impfwillige ab zwölf Jahren ohne Terminvereinbarung impfen lassen. Jugendliche ab 16 Jahren, die selbst einwilligungsfähig sind, werden auch ohne Begleitung der Eltern geimpft, wenn eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern zur Impfung vorliegt. Bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren ist eine Begleitung durch ein Elternteil notwendig.

Neun neue niederschwellige Impfaktionen terminiert

Zudem bieten die Mobilen Impfteams weiterhin einfach zugängliche vor-Ort Impfaktionen an – etwa am Samstag, 11. September, in Eppelheim (Fairer Markt am Rathaus) und Reilingen (Tag der Dorfgemeinschaft) oder am Sonntag, 12. September beim Weinheimer Herbst (Dürreplatz Weinheim). Weitere „Impfung-to-go-Angebote“ gibt es in den Jobcentern (13. September in Wiesloch, 14. September in Schwetzingen, 16. September in Sinsheim, 17. September in Heidelberg), bei Möbel Höffner in Schwetzingen (18. September) und beim AC Weinheim (19. September). Uhrzeiten und Details gibt es auf dieser Übersichtsseite, die ständig aktualisiert wird: www.rhein-neckar-kreis.de/impfaktionen.

„Wer jetzt in den Impfzentren oder über die Mobilen Impfteams zum ersten Mal geimpft wird, kann für die Zweitimpfung einen Termin bei der Hausarztpraxis oder einer niedergelassenen Ärztin bzw. einem niedergelassenen Arzt vereinbaren“, erklärt der Leiter der Impfzentren des Rhein-Neckar-Kreises, Christoph Schulze. Sowohl in den Impfzentren als auch bei den mobilen Impfangeboten können Interessierte übrigens auch ihre „Booster-Impfung“ (Auffrischungsimpfung) erhalten. Diese ist in Baden-Württemberg seit dem 1. September möglich, wenn die vollständige Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

Landrat Stefan Dallinger appelliert, eines der vielen Impfangebote wahrzunehmen

„Mit einer Impfung gegen Covid-19 schützen Sie sich vor einem schweren Krankheitsverlauf – das zeigt die Entwicklung auf den Intensivstationen mittlerweile deutlich. Zudem ist die Impfung der beste Weg zur Eindämmung der Pandemie und zurück zur Normalität", sagt der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Stefan Dallinger. „Wir dürfen außerdem die Freiheiten, die wir uns seit dem letzten Lockdown erarbeitet haben, nicht wieder leichtfertig verspielen. Ich hoffe sehr, dass möglichst viele Menschen, die noch nicht geimpft sind, eines der zahlreichen Impfangebote in den kommenden Tagen und Wochen annehmen“, so Dallinger.

Der Anteil mindestens einmal geimpfter Menschen liegt im Rhein-Neckar-Kreis bei 64,7 Prozent (Baden-Württemberg: 61,0 %), der Anteil der Vollimmunisierungen bei 61,7 Prozent (BW: 58,0 % / Stand: 05.09.2021).

Flüchtlingszustrom aus Afghanistan? Interview mit Gesundheits- und Ordnungsdezernentin Doreen Kuss

Wir alle erinnern uns an das Jahr 2015 – als zahlreiche Flüchtlinge auch im Rhein-Neckar-Kreis in Unterkünften, die zum Teil sehr kurzfristig angemietet werden mussten, untergebracht wurden. Mit sinkenden Flüchtlingszahlen sind die Stadt- und Landkreise landesseitig dazu angehalten worden, Unterbringungskapazitäten zurückzubauen.

Entsprechend des mit dem Land vereinbarten Abbaukonzepts hat auch der Rhein-Neckar-Kreis viele Unterbringungsplätze ab- bzw. zurückgebaut. Jetzt könnte die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan einen neuen Flüchtlingsstrom auslösen. Die hierzu auf-geworfenen Fragen beantwortet die für die Flüchtlingsunterbringung im Rhein-Neckar-Kreis zuständige Ordnungs- und Gesundheitsdezernentin Doreen Kuss: 

Wie entwickelten sich die Flüchtlingszahlen im Rhein-Neckar-Kreis in den zurückliegenden Jahren?
Heute können wir sagen, dass wir den Höhepunkt der Flüchtlingswelle um den Jahreswechsel 2015/2016 hinter uns gelassen haben. Seither sind die Zugangszahlen in der vorläufigen Unterbringung und damit auch in der Anschlussunterbringung in den Kreiskommunen grundsätzlich rückläufig. Gleichwohl zeichnen sich auch hier aktuelle Ereignisse ab: Das konnten wir besonders deutlich im vergangenen Jahr erkennen, als pandemiebedingt viele Grenzen geschlossen waren. Der Rhein-Neckar-Kreis hatte deshalb im Jahr 2020 einen besonders niedrigen Zugang, der sich auch im Frühjahr 2021 zunächst so fortgesetzt hat. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch das sogenannte LEA–Privileg (Nutzung der Tompkins-Barracks in Schwetzingen durch das Regierungspräsidium Karlsruhe als Erstaufnahmeeinrichtung des Landes). Dadurch wird dem Kreis nur die Hälfte der quotenmäßig auf uns entfallenden Zugängen zugewiesen. Im Jahr 2015 hatten wir einen Zugang von 4 785 Personen, im Jahr 2016 verzeichneten wir einen Zugang von 2 608 Personen. In den Folgejahren war der Zugang bereits unter 1 000 Personen: 951 im Jahr 2017, 578 im Jahr 2018 und im Jahr 2019 528 Personen. Im Jahr 2020 kamen nur 321 Personen zu uns. Aktuell stellen wir fest, dass die Zugangszahlen seit wenigen Monaten leicht ansteigen.
 
Aus welchen Ländern kommen die meisten Flüchtlinge?
Wie in der Hochphase der Flüchtlingswelle kommen auch aktuell wieder die meisten Personen aus Syrien. Dies lässt sich unter anderem aus den Belegungszahlen in der vorläufigen Unterbringung des Rhein-Neckar-Kreises herauslesen. In der vorläufigen Unterbringung sind derzeit knapp 100 Personen aus Syrien. Afghanistan gehört aber bereits jetzt zu den Top 5 Zugangsländern – zusammen mit der Türkei, Irak und Nigeria.
 
Rechnet das Landratsamt mit einem Flüchtlingszustrom aus Afghanistan?
Im Moment ist es viel zu früh, um hierüber eine valide Aussage treffen zu können. Wir müssen die politischen und tatsächlichen Entwicklungen in Afghanistan, aber auch in der gesamten Region und entlang möglicher Fluchtrouten sehr genau beobachten und abwarten. Sicherlich ist nicht ad hoc mit einem Zustrom von Geflüchteten in Deutschland zu rechnen – bedingt durch die teilweise erschwerten Grenzübergänge entlang der denkbaren Fluchtrouten dürfte frühestens im Herbst, gegebenenfalls auch erst zum Jahreswechsel mit einem spürbaren Anstieg der Zahlen zu rechnen sein. 
 
Welche Unterkünfte hat der Kreis nach der Hochphase des Flüchtlingszustroms zurückgebaut bzw. aufgegeben?
Bekanntermaßen mussten zahlreiche Flüchtlinge gerade in der Hochphase in sogenannten Notunterkünften untergebracht werden. Sobald es die Zahlen ermöglicht haben, war es unser erstes Ziel, diese Unterkünfte möglichst schnell schließen zu können. Dieses Ziel haben wir auch erreicht. Beispielsweise konnte daher sehr früh das Camp in Schwetzingen, aber auch Notunterkünfte in Leimen, Weinheim, Sinsheim, Wiesloch, Schwetzingen, Walldorf und Oftersheim geschlossen werden. Im Zuge des Abbaukonzepts haben wir im Zeitraum Oktober 2018 bis August 2021 weitere 31 teilweise auch kleinere Liegenschaften aufgeben können. Um den Jahreswechsel 2015/2016 verfügten wir über insgesamt rund 8 000 Unterbringungsplätze – inklusiv Notunterbringung.
 
Wie viele Unterbringungsplätze stehen aktuell im Rhein-Neckar-Kreis zur Verfügung?
Der Rhein-Neckar-Kreis verfügt aktuell über mehr als 1 000 Unterbringungsplätze in der vorläufigen Unterbringung. Am 31. Juli 2021 waren davon 445 Plätze belegt. Nicht berücksichtigt sind dabei Plätze in sogenannten StandBy-Einrichtungen, die derzeit zwar nicht belegt sind, gleichwohl aber jederzeit reaktiviert werden können. Mit Blick auf die uns noch vor sechs Jahren zur Verfügung stehenden Unterbringungsmöglichkeiten scheint dies wenig zu sein – gleichwohl muss man berücksichtigen, dass die Zahlen nicht unmittelbar vergleichbar sind. Bedingt durch die veränderte Struktur der derzeit genutzten Unterkünfte stehen bei der aktuellen Nutzung weniger Plätze zur Verfügung, die aber selbstverständlich beispielsweise durch Nachverdichtung oder anderweitige Anpassungen deutlich erhöht werden können. Zudem muss berücksichtigt werden, dass wir bedingt durch das bereits erwähnte LEA-Privileg ja nur noch eine verringerte Aufnahmeverpflichtung im Bereich der vorläufigen Unterbringung haben.
 
Wo liegen für das Landratsamt die Herausforderungen bei der Planung?
Die Herausforderung liegt aktuell darin, die Gesamtsituation abzuwarten und einzuschätzen, gleichzeitig aber schon jetzt vorbereitende Schritte für einen eventuellen Flüchtlingszustrom zu veranlassen.
 
Ist der Rhein-Neckar-Kreis heute besser auf einen Flüchtlingsstrom vorbereitet als 2014/2015?
Wir haben aus unseren Erfahrungen gelernt – während wir seinerzeit sehr kurzfristig, ad hoc und teilweise aus der Not heraus handeln mussten, haben wir jetzt Zeit, uns auf möglicherweise höhere Zugangszahlen einzustellen. Wir haben ganz bewusst nicht alle Unterkünfte vollständig zurückgebaut und können so – auch sehr kurzfristig – Unterbringungskapazitäten zur Verfügung stellen. Auch wenn die Lage bei uns in Deutschland derzeit noch entspannt und kein erhöhte Zustrom an Flüchtlingen aus Afghanistan zu verzeichnen ist, prüfen wir bereits jetzt die Reaktivierung einiger Unterkünfte. Natürlich geht es bei der Frage der Vorbereitung nicht nur um die Frage der Unterkunft – man muss auch an die Verpflegung, die Betreuung aber auch die Sicherheit denken. Hier sind wir mit unseren Partnern, mit denen wir zum Teil schon seit Jahren zusammenarbeiten, gut aufgestellt. Die Frage kann ich also guten Gewissens so beantworten: Aus heutiger Sicht sind wir auf steigende Zahlen gut vorbereitet.
 
Hintergrundinformationen:
Die erste Station für Asylbewerberinnen und -bewerber in Baden-Württemberg ist in der Regel das Ankunftszentrum Patrick Henry Village in Heidelberg. Dort werden die Flüchtlinge registriert, medizinisch untersucht und stellen beim dort ebenfalls angesiedelten Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ihren Asylantrag. Danach werden sie den Stadt- und Landkreisen für die vorläufige Unterbringung zugeteilt. Die Anzahl der Asylsuchenden und Flüchtlinge richtet sich nach der Einwohnerzahl des jeweiligen Stadt- und Landkreises. Die vorläufige Unterbringung findet in Gemeinschaftsunterkünften (GUK) und Wohnungen statt. Nach spätestens 24 Monaten werden die Menschen für die Anschlussunterbringung den Kreiskommunen zugeteilt. Im Rhein-Neckar-Kreis erfolgt diese Zuteilung nach einem „veredelten Einwohnerschlüssel“.

Impfzentren schließen zum 30. September

Wie das Land Baden-Württemberg mehrfach mitgeteilt hat, sind die Impfzentren in den Stadt- und Landkreisen noch bis zum 30. September 2021 geöffnet. Das bedeutet, dass die Impfzentren des Rhein-Neckar-Kreises in Heidelberg und Sinsheim voraussichtlich am Abend des 30. September 2021 planmäßig den Betrieb einstellen.

Impfungen werden somit ab dem 1. Oktober 2021 in die Regelversorgung übergehen. Für eine Erst- und Zweitimpfung können dann weiterhin Termine bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten vereinbart werden. Auch Betriebsarztimpfungen sind möglich.

Täglich von 8-20 Uhr geöffnet / Keine Terminvereinbarung erforderlich

Bis zum 30. September 2021 ist die Impfung in den beiden Impfzentren des Rhein-Neckar-Kreises täglich von 8 bis 20 Uhr ohne vorherige Terminbuchung möglich. Erstimpfungen werden noch bis zum 30. September 2021 angeboten. Je nach Datum der Erstimpfung in den Impfzentren des Kreises ist allerdings die Durchführung der Zweitimpfung dort mit Blick auf die Schließung nicht mehr möglich. Alle, die ihre Erstimpfung in den Impfzentren des Rhein-Neckar-Kreises erhalten haben, können für die Zweitimpfung einen Termin bei den Hausärztinnen und Hausärzten in der Region vereinbaren.

Dabei sind folgende Abstände zu berücksichtigen: 

  • Impfung mit Moderna: Mindestabstand zur Zweitimpfung vier Wochen,
  • Impfung mit BioNtech: Mindestabstand zur Zweitimpfung drei Wochen,
  • Impfung mit Johnson & Johnson (ab 18 Jahren): Nur eine Impfung notwendig.

Auch die Auffrischungsimpfungen für besonders vulnerable Personen werden nach dem 30. September 2021 von der Regelversorgung bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten abgedeckt werden.