Coronavirus-Krise in Ketsch (Stand: 24.07.2021)

Gesamtzahl der Infektionsfälle seit Ausbruch: 532 Bürgerinnen und Bürger
Aktuelle Infektionsfälle: 0 --- Todesfälle: 7

Wetter in Ketsch vom 24.07.2021 bis 31.07.2021

Wetter in Ketsch vom 24.07.2021 bis 31.07.2021

Veranstaltungskalender der Gemeinde

Hier finden Sie anstehende Veranstaltungen in der Gemeinde Ketsch:

13.07.2021, 17.00 Uhr Sitzung Jugendbeirat im Rathaus
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14.07.2021, 19.30 Uhr Online-Sitzung Lokale Agenda, Anmeldung unter Lokale-Agenda-Ketsch@web.de
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19.07.2021, 18.30 Uhr Gemeinderatssitzung

TOP Nachrichten

Aktuelles TOP-THEMA der Redaktion Der Enderle

Update Juli 2020: Bürgermeister Kappenstein von Bürger beleidigt und bedroht- Urteil vom Landgericht Mannheim

Der Ketscher Bürgermeister Jürgen Kappenstein wurde von einem Bürger bedroht. In einer E-Mail hatte ein Bürger mit Gewalt gedroht. Bürgermei...

Bürgermeister Hans Wirnshofer im Alter von 77 Jahren gestorben

Bürgermeister a.D. Hans Wirnshofer ist am 28.01.2020 im Alter von 77 Jahren, nach schwerer
Krankheit verstorben. Von 1990 bis 2006 war Hans Wirnshofer Bürgermeister der Gemeinde. Neben diesem politischen Amt, war er auch Mitglied des Gemeinderates und über 28 Jahre Mitglied im Kreistag für die CDU.

Bürgermeister Hans Wirnshofer hinterlässt seine Frau, eine Tochter mit Mann und zwei Kindern. Die Beerdigung findet am 07.02.2020, 12.00 Uhr auf dem Friedhof Ketsch statt.

Bilder der Woche: Wo sind die kommunalen Flüchtlingsbeauftragten?

Sind die beiden kommunalen Flüchtlingsbeauftragten auch in den Flüchtlingsunterkünften vor Ort? Im Hinblick auf die nachfolgenden Bilder, kann man so seine Zweifel haben. Solche Zustände sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel.








Voraussichtlicher Termin der Landtagswahl 2021

Innenminister Thomas Strobl hat mitgeteilt, dass die Landtagswahl 2021 voraussichtlich am 14.
März 2021 stattfinden wird.
 
„Die Landtagswahl 2021 wird voraussichtlich am 14. März stattfinden“, gab Innenminister Thomas Strobl nach dem Ministerrat bekannt. Zuvor hatte er dem Kabinett über diesen Termin berichtet; der Ministerrat hat dies zustimmend zur Kenntnis genommen. Nun wird das Innenministerium die Landesverbände der im Landtag vertretenen Parteien, die Landtagsverwaltung, die kommunalen Landesverbände sowie die Kirchen anhören, bevor das Kabinett einen Beschluss zur Bestimmung des Wahltages durch die Landesregierung nach Paragraph 19 des Landtagswahlgesetzes fasst.

„Die Wahlperiode des 16. Landtags endet am 30. April 2021. Damit zwischen der Wahl und der konstituierenden Sitzung die notwendige Zeit für die Ermittlung und Feststellung des endgültigen Wahlergebnisses liegt, sollte die Landtagswahl im März stattfinden“, erläutert Innenminister Thomas Strobl die Gründe der Terminfindung: „Von allen Sonntagen im März 2021 ist der 14. März der am besten geeignete.“ Ein Wahltermin am 7. März würde etwa dazu führen, dass das Fristende für die Einreichung der Wahlvorschläge in den Weihnachtsferien liegt; ab dem 21. März würde das amtliche Endergebnis wohl erst nach den Osterferien vorliegen, was zu einem rechtssicheren Mandatserwerb erst in der zweiten Aprilhälfte, nur kurz vor Ende der Legislatur, führen würde. Am 28. März ist zudem Palmsonntag, der von der Evangelischen Kirche regelmäßig als Konfirmationstag genutzt wird.

„Schon heute sage ich allen Wahlberechtigten: Nehmen Sie unser freies, demokratisches Wahlrecht als das wertvolle Geschenk, das es ist. Gehen Sie zur Landtagswahl, machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch und mischen Sie sich ein“, erklärte Strobl abschließend.

Landratsamt informiert: Eine Vorwahl für alle Dienststellen

Beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis wurde eine neue Telefonanlage installiert. Die plus der bisherigen vierstelligen Durchwahl erreichbar.
Telefonnummer der Zentrale bleibt dabei unverändert bei 06221 522-0. Mit der Umstellung sind nun alle Außenstellen des Landratsamtes unter der zentralen Kopfnummer 06221 522-

So haben beispielsweise auch die Kfz-Zulassungsbehörden in Sinsheim, Weinheim und Wiesloch die einheitliche (Vorwahl-) Nummer der Mutterbehörde in Heidelberg bekommen:
Kfz-Zulassungsbehörde Sinsheim: Telefon 06221 522-5514
Kfz-Zulassungsbehörde Weinheim: Telefon 06221 522-6025
Kfz-Zulassungsbehörde Wiesloch: Telefon 06221 522-4106

Behördennummer 115 bietet schnellen Draht zur Verwaltung

Einen schnellen Draht zur Verwaltung ermöglicht übrigens die Behördennummer 115, an die alle Ämter des Rhein-Neckar-Kreises angeschlossen sind: Unter der 115 (ohne Vorwahl) stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Service-Centers montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr für Verwaltungsfragen aller Art zur Verfügung – von A wie Anmeldung bis Z wie Zulassung. Mit der Behördennummer 115, die zum Ortstarif erreichbar ist und in vielen Flatrates enthalten ist, entfällt die aufwendige Suche nach dem zuständigen Amt, den Telefonnummern oder den Öffnungszeiten.
(Erstellt am 24. Januar 2020)

Schweinefleisch macht schwul - Schnitzel = Massenverschwulungswaffe

Mit den oben genannten Zitaten über homosexuelle Menschen, hatte in der Vergangenheit die Ahmadiyya Muslim Jamaat bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Bei der Ahmadiyya Muslim Jamaat handelt es sich um eine muslimische Gemeinde in Deutschland. Aktuell lädt diese Gemeinde zu einem Neujahrsempfang ins Haus der Begegnung, der evang. Kirche ein. Doch gerade im Hinblick auf Aussagen zur Homosexualität oder der Rolle der Frau, muss man diesen Neujahrsempfang kritisch hinterfragen. Vor allem in einem Gebäude der evang. Kirche. 

Gerade die Haltung zur Homosexualität oder die Rolle der Frau, verwundern. Gibt sich doch diese Gemeinde als Reformer, als liberal aus. Doch wie es tatsächlich darum bestellt ist, da kann man so seine Zweifel haben. Aus diesem Grund darf eine solche Veranstaltung, unter dem Aspekt einer falschen Toleranz auch nicht in einer kirchlichen Einrichtung stattfinden. Was für ein Signal wird hier gesendet, zum Beispiel gegenüber homosexuellen Menschen?  Insbesondere wenn diese ohne einen kritischen Dialog stattfindet. Für einen Neujahrsempfang hätte es in Ketsch auch andere Möglichkeiten gegeben. Angefangen über die Rheinhallengaststätte bis hin zu den Räumlichkeiten im Ferdinand-Schmid-Haus der Gemeinde. 

Letztlich gibt es aber auch einen positiven Aspekt, die Ahmadiyya Muslim Jamaat lädt öffentlich zu ihrem Neujahrsempfang ein. Sicherlich wird das für manchen Ketscher befremdlich sein, vielleicht auch auf deutliche Ablehnung stoßen. Letztlich ist aber gerade eine solche öffentliche Veranstaltung, auch ein guter Anlass sich einen eigenen Eindruck von der Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde zu verschaffen.

Rückblick: Der gute alte Marktplatz (Bildaufnahme 2016) und nicht der hässlich "moderne" und Mio. Euro teure von heute!


Polizei: Zuviel getrunken und einen Verkehrskreisel übersehen

In der Nacht auf Sonntag war gegen 01 Uhr ein Fahrzeugführer mit seinem PKW, einem Citroen C2
im Raum Ketsch unterwegs. Der Fahrer, ein 24-jähriger Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis stammend, befuhr die Hockenheimer Straße in Richtung Ketsch und übersah hierbei den Verkehrskreisel am Ortseingang. Offenbar ungebremst fuhr der Mann auf den Kreisel auf, der mit einer ca. 50 cm hohen Steinmauer eingefasst ist. Der Citroen wurde durch den heftigen Aufprall stark beschädigt und der Motor herausgerissen. Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 7000 Euro.

Der Fahrer selbst wurde durch den Aufprall nur leicht verletzt. Unfallursächlich könnte die Alkoholisierung des Mannes gewesen sein. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 1,2 Promille. Der Mann musste seinen Führerschein vorerst abgeben und ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mannheim
Maik Domberg
Telefon: 0621 174-0
E-Mail: mannheim.pp@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

Kommentar von Simon Schmeisser zur Bedrohung von Bürgermeister Kappenstein: Wie ein Furz die Gerichte beschäftigt

Am 29.07.2019 hat ein Ketscher Bürger eine E-Mail an Bürgermeister Kappenstein versendet.
Dieser hat in der E-Mail eine Bedrohung gesehen und sie sofort an den Polizeiposten Ketsch weitergeleitet. Was in dieser E-Mail stand, kann man weitgehend hier nachlesen. Die besagte E-Mail hat damals nicht nur Bürgermeister Kappenstein bekommen, sondern auch ich. Sicherlich ist diese E-Mail nicht nett, doch man muss das Verhalten von Bürgermeister Kappenstein schon hinterfragen. Nämlich ob es wirklich notwendig war, hier sofort die Polizei einzuschalten? Und dann auch noch einen Schritt weiterzugehen und Strafanzeige zu erstatten. Wie schon ausführlich hier auf Der Enderle berichtet, beschäftigt dieser Fall jetzt die Staatsanwaltschaft und die Gerichte. Und man muss sich die Frage stellen, ob die Justiz hier wirklich mit solchen Nichtigkeiten beschäftigt werden muss?

Besagte E-Mail:



Als Bürgermeister kann man sich seine Einwohner nicht aussuchen. Auch hat man als Bürgermeister in einer Demokratie nicht den Anspruch, von allen Einwohnern geliebt zu werden. Vielmehr muss man auch mit Kritik, mit verbalen Angriffen rechnen. Wer damit nicht leben kann, ist im Amt des Bürgermeisters, aber auch generell in einem politischen Amt falsch. Sicherlich gibt es Grenzen, Grenzen bei denen dann auch die Justiz gefragt ist. Das ist gerade dann der Fall, wenn eine Gefahr für die Familie droht. Doch hier in diesem Fall hat eine E-Mail sofort ausgereicht, um Polizei und Staatsanwaltschaft in Marsch zu setzen. Es stellt sich die Frage, wie souverän hier ein Bürgermeister reagieren sollte? Warum hat sich zum Beispiel Bürgermeister Kappenstein nicht mit dem Bürger in Verbindung gesetzt? Um vielleicht auch mal in Erfahrung zu bringen, warum der betreffende Bürger so aufgbracht ist. Und so verwundert es auch nicht, dass die Fronten sich hier stetig verhärten. Zumal der betreffende Bürger schon Wochen vorher, zahlreiche E-Mails an das Rathaus gesendet hat. Die Eskalation war damit absehbar.

Ich selber bin schon unzählige Male beleidigt und bedroht worden. Sei es in meiner damaligen Eigenschaft als FDP-Ortsvorsitzender, für die IG Marktplatz, heute für die Sozialliberale Fraktion Baden-Württemberg oder aber auch, aufgrund von meinen Fachveröffentlichungen als Fachautor für das Brandschutz- und Feuerwehrwesen. Gar keine Frage, es macht keinen Spaß wenn man zum Beispiel in einer bundesweiten Fachzeitschrift beleidigt wird. Oder auf der Straße oder in einer Ketscher Gaststätte vor allen Leuten, in einer Ausschuss-Sitzung. Und ich könnte die Liste noch deutlich erweitern, was ich in den letzten gut 10 Jahren in diesem Zusammenhang erlebt habe. Würde ich alles verfolgen und anzeigen, so könnte ich einen Rechtsanwalt in Vollzeit beschäftigen und bräuchte eine Standleitung zur Polizei. Letztlich muss man mit diesen Angriffen leben! Gerade wer Meinungen öffentlich vertritt, muss immer mit Reaktionen rechnen. Das gilt gerade auch dann, wenn man selber bisweilen kräftig austeilt. Gerade hier ist auch Bürgermeister Kappenstein kein Kind von Trauigkeit, wenn man so manche seiner Äußerungen sich anschaut. Daher wäre mehr Souveränität wünschenswert gewesen.


Hinweis: Anmeldung Fasnachtsumzug

Beim närrischen Spektakel mitmachen und dabei sein!

Den Alltag vergesssen und sich ins bunte Straßengetümmel stürzen: Hierfür bietet der Ketscher Fasnachtsumzug, einer der ältesten Fasnachtsumzüge in der Region, Gelegenheit. Die Planungen laufen bereits auf Hochtouren. Neben den Vorbereitungen für die Organisation stehen zunächst die Anmeldungen im Mittelpunkt, denn je mehr Teilnehmer, desto bunter wird das Spektakel am 23. Februar werden.
 
Das Fasnachtszugkomitee der Interessengemeinschaft Ketscher Vereine bittet daher alle Interessierten aus Ketsch und Umgebung, die Lust haben, mit dabei zu sein, sich anzumelden. Einfach die Merkblätter lesen sowie das Anmeldeformular ausdrucken, ausfüllen und verschicken!
Meldeschluss für Gruppen und Motivwagen, die am "närrischen Wettkampf" teilnehmen möchten, ist am 7. Februar.

Formulare für die Anmeldung und Informationen findet man auf der Internetseite der Gemeinde Ketsch.

Rhein-Neckar-Kreis: Inklusionsbeirat hat seinen Dienst aufgenommen

Feierlich und erwartungsvoll war die Stimmung im Sitzungssaal des Landratsamts. Viele
Kreisrätinnen und Kreisräte sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der kreisangehörigen Kommunen kamen dort zusammen, um die Mitglieder des ersten Inklusionsbeirats des Rhein-Neckar-Kreises kennenzulernen. Der soll in Zukunft die Belange der rund 68.000 Menschen mit Behinderungen im Landkreis vertreten.

"Nichts über uns ohne uns"

Landrat Stefan Dallinger machte zu Beginn der Veranstaltung klar, dass sich schon vieles zum Guten verändert habe, man sich aber gleichwohl nicht darauf ausruhen dürfe. "Es gibt viel zu tun, damit Menschen mit Behinderungen die gleichen Chancen haben wie Menschen ohne Behinderung“. Und er freute sich darüber, dass sich nun 38 Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis für mehr Inklusion und Barrierefreiheit einsetzen werden. „Die Umwelt muss so gestaltet werden, dass Menschen mit Behinderungen in gleicher Weise wie andere Menschen an der Gesellschaft teilhaben können. Dazu trägt der Inklusionsbeirat tatkräftig bei“, so Dallinger weiter. Einfach hatte es sich der Rhein-Neckar-Kreis mit der Gründung nicht gemacht, sondern vorher bei den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern genau nachgefragt. „Nach dem Motto: „Nichts über uns ohne uns“, haben wir die Menschen mit Behinderungen selbst in einem umfangreichen Beteiligungsprozess nach ihren Ideen gefragt“, erklärte Patrick Alberti, der kommunale Behindertenbeauftragte des Rhein-Neckar-Kreises, in seinem Vortrag. Im Vorfeld hatten zahlreiche Workshops, Interviews und Arbeitsgruppensitzungen stattgefunden. Für diese umfassende Beteiligung und Gründung des Beirats wurde der Rhein-Neckar-Kreis vom Ministerium für Soziales und Integration im Rahmen einer Projektförderung unterstützt.

Öffentlichkeit sensibilisieren

Neben seiner beratenden Funktion möchte der Beirat in Zukunft auch Aktionen durchführen, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und auf Barrieren hinzuweisen. In Arbeitsgruppen sollen unter anderem Empfehlungen für ein inklusiveres Zusammenleben entstehen. Daher ist es vorteilhaft, dass alle Mitglieder des Beirats selbst eine Behinderung haben oder sich in anderer Weise schon mit dem Thema Behinderung und Inklusion auseinandergesetzt haben. Denn Behinderung ist nicht gleich Behinderung, stellte auch Beiratsmitglied Thomas Matić klar. „Nicht jede Behinderung ist für andere Menschen sichtbar und nicht alle Barrieren sind für alle Menschen offensichtlich“. Darum müsse man miteinander ins Gespräch kommen und neugierig sein für die Belange verschiedener Gruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Damit gegenseitiges Verständnis entstehen kann, müssen Vorurteile und Berührungsängste abgebaut werden. Dafür werden sich die Beiratsmitglieder in Zukunft einsetzen.

Behinderten Menschen eine selbstbestimmte Teilhabe ermöglichen

Und so machte auch Professor Hendrik Trescher von der Philipps-Universität Marburg in seinem Fachvortrag klar, dass es bei Inklusion nicht nur um einzelne Personen geht, sondern darum, vor Ort in den Städten und Gemeinden die Voraussetzungen zu schaffen, um Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen eine möglichst umfassende und selbstbestimmte Teilhabe zu ermöglichen. Zum Abschluss machte die Landesbehindertenbeauftragte Stephanie Aeffner deutlich, welchen Bewusstseinswandel wir zurzeit erleben. Sie skizzierte in ihrem Vortrag den Wandel von Unterstützungsangeboten für Menschen mit Behinderungen von ihrer Anfangszeit bis heute: Die ersten Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen wurden aus einer Haltung der Fürsorge gegründet, noch weit entfernt von Selbstbestimmung und Inklusion und meistens auch räumlich von der Gesellschaft getrennt. Zahlreiche Entwicklungen sorgten dafür, dass ein Umdenken stattfand, welches sich durch die UN-Behindertenrechtskonvention auch im Bundesteilhabegesetz niedergeschlagen habe. Jetzt gehe es nicht mehr darum, einfach nur Angebote für Menschen mit Behinderungen zu planen, sondern sie gemeinsam mit dem Betroffenen zu planen, damit ein selbstbestimmtes und inklusives Leben vor Ort gelingen kann. „Darum freue ich mich sehr, dass es jetzt im Rhein-Neckar-Kreis einen Beirat gibt, der diesen Wandel unterstützt und begleitet“, so Aeffner.

Pressemeldung mit Bild vom 20.01.2020
Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

Kommentar von Simon Schmeisser: VOIGTMANN? WER?

Seit 2016 hat Ketsch einen Landtagsabgeordneten, sein Name: Klaus-Günther Voigtmann. Warum
muss man das erwähnen? Nun ja, weder im Landtagswahlkampf 2016 war Herr Voigtmann im Wahlkreis Schwetzingen zu sehen, noch seit seinem Einzug in den Landtag für die AfD. Auch im Landtag von Baden-Württemberg, in Ketsch und im Wahlkreis, kann man den Abgeordneten Klaus-Günther Voigtmann kaum wahrnehmen. Weder hat er ein örtliches Büro, noch kann man irgendwelche Aktionen erkennen oder findet Pressemeldungen. Warum der Abgeordnete Klaus -Günther Voigtmann Mitglied im Landtag von Baden-Württemberg ist, bleibt wohl ein Geheimnis. Das er die Interessen der Bevölkerung hör- und sichtbar vertritt, trifft auf diesen Abgeordneten leider nicht zu. Vielleicht täuscht man sich da aber auch in der Wahrnehmung.

Alterspräsident Voigtmann?

Das plötzlich öffentlich wahrnehmbare Engagement vom Abgeordneten Voigtmann, verwundert aber. Eine Klage gegen den Landtag von Baden-Württemberg, ein starkes Stück. Laut der Pressemeldung vom Verfassungsgerichtshof Baden-Württemberg fühle sich der Abgeordnete Voigtmann, in seinen Rechten verletzt. Alterspräsident möchte er wohl sein, man fragt sich nur warum? Schaut man sich die Reden des Ketscher Abgeordneten Voigtmann auf der Plattform Youtube an, hat man nicht den Eindruck, als würde ihm das "Reden" besonders viel Spaß machen. Auch nach bald vier Jahren, kann man einen unsicheren Abgeordneten Voigtmann am Rednerpult sehen, Leidenschaft und Sicherheit sind nicht zu erkennen. Stattdessen ein stetiges ablesen und sortieren der Spickzettel am Rednerpult. Sicherlich ist es kein feiner Zug der anderen Parteien, die Geschäftsordnung des Landtages so zu ändern. Insbesondere um zu verhindern, dass es nach der Landtagswahl 2021 zu einem Alterspräsidenten mit AfD-Parteibuch kommt. Das ist weder fair, noch demokratisch gegenüber der AfD. Sondern soll bewusst diese Partei, die demokratisch legitimiert ist, in ihren Möglichkeiten beschränken. So soll nämlich zukünftig der Landtag nicht mehr vom ältesten Abgeordneten eröffnet werden, sondern vom dienstältesten. Das kann aufgrund der erst kurzen Zugehörigkeit der AfD, kein Mitglied erfüllen. Aus diesem Grund wäre es auch ein positives Signal für die Demokratie, wenn diese Klage Erfolg hat. Doch ob ausgerechnet der Landtagsabgeordnete Klaus-Günther Voigtmann hier der richtige Vertreter ist, da habe ich so meine Zweifel.

Ketscher AfD-Landtagsabgeordneter Klaus-Günther Voigtmann verklagt Landtag von Baden-Württemberg

Der Verfassungsgerichtshof Baden-Württemberg hat am 17.12.2019 folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

Organstreitverfahren des
Landtagsabgeordneten Voigtmann gegen den Landtag von Baden-Württemberg wegen Änderung der Geschäftsordnung des Landtags eingegangen (1 GR 93/19)

Beim Verfassungsgerichtshof für das Land Baden-Württemberg ist am 13. Dezember 2019 ein Antrag des Landtagsabgeordneten Klaus-Günther Voigtmann gegen den Landtag von Baden-Württemberg eingegangen. Der Antragsteller wendet sich mit dem Antrag gegen Änderungen der Geschäftsordnung des Landtags, insbesondere gegen die Änderung, dass Alterspräsident des Landtags nicht mehr das älteste Mitglied des Landtags ist, sondern das Mitglied, das dem Landtag am längsten angehört. Der Antragsteller, der nach seinen Angaben der derzeit älteste Abgeordnete des Landtags ist, ist der Auffassung, dass die Änderungen ihn in Rechten aus der Landesverfassung, unter anderem dem Abgeordnetenrecht aus Art. 27 Abs. 3 verletzen.

 
Der Verfassungsgerichtshof wird in einem ersten Schritt dem Landtag Gelegenheit zur Stellungnahme zu dem Antraggegeben. Wann der Verfassungsgerichtshof über den Antrag entscheiden wird, lässt sich derzeit noch nicht absehen.

Zitierte Rechtsvorschrift

Art.27 Abs.3 der Landesverfassung: Die Abgeordneten sind Vertreter des ganzen Volkes. Sie sind nicht an Aufträge und Weisungen gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.

 Der Verfassungsgerichtshof

Der Verfassungsgerichtshof für das Land Baden-Württemberg entscheidet im Rahmen gesetzlich geregelter Verfahren über die Auslegung der Landesverfassung. Die Entscheidungen ergehen regelmäßig durch neun Richterinnen und Richter. Drei Mitglieder des Verfassungsgerichtshofs sind Berufsrichter. Drei Mitglieder müssen die Befähigung zum Richteramt haben. Bei drei weiteren Mitgliedern muss diese Voraussetzung nicht vorliegen. Der Verfassungsgerichtshof entscheidet unter dem Vorsitz seines Präsidenten. Die Richterinnen und Richter des Verfassungsgerichtshofs sind ehrenamtlich tätig.  

https://verfgh.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-verfgh/dateien/1GR93-19_Pressemitteilung_Verfahrenseingang.pdf

Öffnung Fahrradwerkstatt am 15.01.2020

Am 15.01.2020 öffnet die Fahrradwerkstatt im Sandgrubenweg, in der Zeit von 15.30 bis 17.00 Uhr wieder. Das Angebot der Fahrradwerkstatt richtet sich an Flüchtlinge und sozialschwache Bürger.